Der Valley of Fire State Park in Nevada

Ich finde es unheimlich faszinierend, wie viele unterschiedliche Landschaftsbilder die USA zu bieten hat. Etwa eine Autostunde von Las Vegas entfernt liegt das Valley of Fire, welches der älteste und größte State Park Nevadas ist. Das Valley of Fire besticht durch seine rote Felsenlandschaft, welche bereits vor 150 Millionen Jahren entstand.

Petroglyphen der Anasazi-Indianer am Atlatl Rock
Petroglyphen der Anasazi-Indianer am Atlatl Rock

Üblicherweise fährt man mit dem Auto ins Valley und steuert dann verschiedene Stationen an. Von diesen Stationen aus kann man dann verschiedene Wanderungen unternehmen. Sonnencreme, einen Kopfschutz und genügend Wasser sollte man auf jeden Fall dabei haben, denn es kann dort im Sommer bis zu knapp 50 Grad heiß werden. Die Hitze ist trocken und daher aushaltbar, beim Wandern aber natürlich trotzdem eine  Belastung für den Körper.

Trotz der karg wirkenden Landschaft gibt es Leben im Valley of Fire. Wenn man sich bei den Wanderungen ruhig verhält, kann man unterschiedliche Arten von Echsen beobachten. Die kleinen Tierchen sind sehr flink und ich finde es immer wieder erstaunlich, dass sie in einer solchen Landschaft überleben können. Im Valley of Fire leben noch viele weitere Tiere, diese sind jedoch meist nachtaktiv. Es gibt auch verschiedene Pflanzen wie Sträucher und Kakteen im State Park.

Elephant Rock

Wenn man alleine im Valley of Fire ist, ist es dort sehr ruhig. Kein Vogelzwitschern, kein Straßenlärm, keine Blätter rascheln – man hört einfach keine fremden Geräusche. Sehr laut nimmt man hingegen auf einmal die Geräusche des eigenen Körpers war, das Rauschen des Blutes, die Atmung, ein Glucksen hier und ein Knacken da. Dies war eine sehr interessante Erfahrung für mich, denn so eine vollkommene Stille habe ich noch nie vorher erlebt. In einem Reiseführer habe ich mal gelesen, dass diese Stille auf manche Menschen so beklemmend wirkt, dass sie ohnmächtig werden.

Mir hat das Valley of Fire unheimlich gut gefallen. Die Natur ist beeindruckend und einzigartig. Besonders in der Nebensaison, wenn nicht so viele Menschen im Park sind, ist es ein besonderes Gefühl zwischen den uralten Steinen umherzuwandern.

Der Eintritt kostet 10$ pro Auto. Zur Zahlung gibt es auch Selbstzahlungsautomaten. Das Ticket sollte aufbewahrt werden, damit man es jederzeit vorzeigen kann. Ein Zutritt ohne gültiges Ticket kann bei einer Kontrolle hohe Strafen nach sich ziehen. Es gibt auch zwei Camping-Plätze auf dem Gelände des State Parks. Dort zu campen ist sicherlich sehr schön, besonders nachts.

Weitere Informationen zum Valley of Fire State Park gibt es auf der Seite der Nevada State Parks.

Dieser Artikel wurde im April 2018 überarbeitet und ergänzt.

6 Kommentare bei „Der Valley of Fire State Park in Nevada“

  1. Ein sehr schöner Blogartikel, da bekommt man richtig Lust die Koffer zu packen:)

    1. Dankeschön, das freut mich zu hören 🙂 Wenn ich die Bilder so sehe möchte ich auch immer gerne zurück.

  2. Toller Artikel und sehr schöne Bilder! Bei solcher Hitze wandern zugehen- Respekt!

    1. Dankeschön.
      Die Temperaturen sind nicht ohne, aber nur im Auto sitzen und da durch fahren fand ich auch nicht ganz so schön. Wobei das immer kurze Rundwege waren, eine richtig lange Wanderung wäre mir da auch zu krass.
      Liebe Grüße
      Julia

  3. Was für wunderschöne Bilder du aus den USA mitgebracht hast und mit uns teilst! Es sieht fantastisch aus, ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus!

    1. Und dabei geben die Bilder nur einen Bruchteil der wahren Schönheit wieder. Wenn man dort steht ist es einfach noch viel überwältigender.

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