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Wer liefert täglich das Wetter? Woher stammen die Informationen und was können sie wirklich vorhersagen? In einem faszinierenden Blick hinter die Kulissen schildert Andrew Blum die aufwendigste globale Infrastruktur, die die Menschheit je geschaffen hat. Über 10.000 Wetterstationen sind über die Welt verteilt, tausend Sonden steigen täglich in den Himmel, tausend Bojen schwimmen im Meer, über tausend Flugzeuge voll mit Messgeräten sind unterwegs, vierzig Satelliten. Nie hatten wir genauere Beobachtungen, genauere Daten, bessere Vorhersagen. Und in Zeiten von bedrohlichen Extremwettereignissen sind wir davon abhängiger denn je.
(Klappentext, Quelle: Penguin Verlag)

Schon oft habe ich mich gefragt, wie unsere Wettervorhersagen eigentlich zustande kommen. Für mich ist es ja nur ein kurzer Blick aufs Smartphone und ich kann mir von allen Orten auf der Welt gleich für mehrere Tage im voraus anschauen, welches Wetter dort herrscht. Trotz einer gewissen Neugierde, habe ich mich aber nie weiter mit dem Thema Wetter beschäftigt. Als ich das Sachbuch “Die Wettermacher” von Andrew Blum auf der Webseite des Verlags entdeckte, war dies die perfekte Gelegenheit, mich doch einmal näher mit der Thematik zu beschäftigen. 

Andrew Blum nimmt seine Leser*innen mit auf eine Reise durch die Geschichte der Meteorologie. So erfährt man sehr viel Wissenswertes darüber, wie die Wetteraufzeichnung und -prognose entstanden ist, wie sich ein weltweites Netzwerk aus Messstationen entwickelte und wie aus dem bloßen Blick in den Himmel eine Wissenschaft wurde. Diese Themen decken in etwa die Hälfte des Buches ab. Ich fand dies sehr interessant zu lesen und war beeindruckt, was alles dahintersteckt und wie viel Aufwand von je her für eine genaue Wettervorhersage betrieben wurde und betrieben wird. 

Im weiteren Verlauf wird Blum einen genaueren Blick in die Gegenwart und wagt einen Ausblick auf die Zukunft der Meteorologie. So erklärt er zum Beispiel, welche Auswirkungen Digitalisierung, Smartphones und kommerzielle Wetter-Apps auf die Sammlung und Erhebung von Wetterdaten haben und welche Schwierigkeiten dies zum Teil mit sich bringt. Auch diese Parts fand ich sehr interessant und konnte hier noch einiges Neues lernen. Ich finde es immer sehr spannend, Zusammenhänge zu verstehen, die ich so vorher noch nicht gesehen habe. Dies ist hier definitiv der Fall.

Der Untertitel des Buches lautet “Wie Wetterberichte entstehen und was sie vorhersagen können”. Dadurch bin ich davon ausgegangen, dass es im Buch auch darum geht, wie denn nun die Meteorologin abends im Wetterbericht nach der Tagesschau darauf kommt, dass zum Ende der Woche wieder die Sonne scheint. Dieser Part wird jedoch nur eher kurz gehalten in der Mitte des Buches angesprochen. Aufgrund des Untertitels hatte ich mir hier tiefere Einblicke erhofft. 

“Die Wettermacher” liefert interessante Einblicke in ein Thema, mit welchem ich mich so bislang noch nicht befasst habe. Auch wenn ich durch den Untertitel einen etwas anderen thematischen Schwerpunkt erwartet habe, fand ich es doch lehrreich, mehr über das Thema Meteorologie zu erfahren.

Die Wettermacher – Wie Wetterberichte entstehen und was sie vorhersagen können | Andrew Blum | Übersetzung: Stephan Gebauer | Penguin Verlag | 2019 | Hardcover | 240 Seiten | ISBN: 978-3-328-60040-4 | Preis: 22€ 

*Dieses Buch habe ich kostenlos zur Rezension erhalten

Buch an Baumstamm gelehnt. Die Wiese drumherum ist verschneit

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